Wandern in der Sächsischen Schweiz

Wanderung zur Bastei ab Stadt Wehlen

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Aufgrund der Lage von Stadt Wehlen ist dieser kleine Ort ein idealer Ausgangspunkt für viele unterschiedliche Wanderungen im Elbsandsteingebirge. Die bei vielen Touristen beliebten Ausflugsziele im Nationalpark Sächsische Schweiz, wie die Bastei mit ihrer bekannten Basteibrücke und der Felsenburg Neurathen, die Schwedenlöcher und dem Felsentor im Uttewalder Grund, lassen sich unserer Meinung nach auf einer Wanderung von hieraus am besten entdecken.

Die über 700 Jahre alte Stadt Stadt Wehlen liegt direkt an der Elbe, inmitten des Elbsandsteingebirges. Erst mit dem Anschluss an das Bahnnetz 1848, entwickelte sich auch der Tourismus in dieser Gegend der Sächsischen Schweiz. Nur kurze Zeit später, im Jahr 1860 zählte man bereits 48 Fremdenführer in der Stadt.

Heute leben etwas mehr als 1.500 Menschen in Stadt Wehlen. Die Anzahl der jährlichen Besucher übersteigt diese jedoch um ein Vielfaches, was den Tourismus zu der wichtigsten Einnahmequelle für die Gemeinde und Einwohner werden lies.

Startpunkt deiner Wanderung zur Bastei

Als Ausgangspunkt der Wanderung, eignet sich der Parkplatz am Elbufer in Stadt Wehlen, auf dem zirka 80 Fahrzeuge geparkt werden können.

Alternativ ist die Anreise mit der Bahn möglich. Die Bahnstation befindet sich am Südufer der Elbe und ist mit einer Fähre an die Wanderwege zur Bastei angeschlossen.

Info: Der Parkscheinautomat nimmt nur EC-Karten oder Kleingeld, keine Scheine und wechselt auch nicht. Die Tageskarte kostet 7 Euro und gilt 24 Stunden. (Stand 01/2020)

Übernachten in Stadt Wehlen

Kennst du schon Landvergüngen? Dieser Stellplatzführer kommt mit einer Jahresvignette, mit der du gebührenfrei eine Nacht (24 Stunden) bei einem gastgebenden Betrieb mit deinem Wohnmobil oder Wohnwagen stehen darfst.

Vom Starpunkt der Wanderung führt der Weg über den Marktplatz vorbei an der Burg Wehlen und geht wenig später in einen offiziellen Wanderweg über. Je nach Wetter und persönlicher Vorliebe, kannst du hier entweder auf einer asphaltierten Straße oder auf einem parallel verlaufenden Waldweg durch den Wehlener Grund bis zur Friedrich Märkel Gedenktafel laufen.

Familien ohne Kinderwagen, sollten von hieraus unbedingt einen Abstecher in den geheimnisvollen Teufelsgrund machen.

Der Teufelsgrund ist ein zirka 2 Kilometer langer Rundweg durch eine tolle Felsformation, der nicht nur für Kinder ein Highlight sein dürfte. Auch wir haben riesigen Spaß dabei gehabt über die herabgestürzten Felsen zu klettern, unter ihnen hindurchzukriechen und zwischend den bizarren Felsformationen eine kleine Höhle zu entdecken.

Zurück vom Teufelsgrund, geht es ab der Märkel Gedenktafel auf dem breiten Weg weiter in Richtung Uttewalder Grund.

Nach ein paar hundert Metern erreichts du den Freundschaftsstein, in dem ein paar Symbole und Inschriften zu erkennen sind. Markant sind hier die beiden Jahreszahlen 1983 und 1839.

Folgst du den Schildern zum Gasthaus Waldidylle, führt dich der Wanderweg zum Felsentor Uttewalder Grund, das von Caspar David Friedrich im Jahr 1801 in einem Gemälde verewigt wurde und heute im Folkwang Museum in Essen zu sehen ist.

Info: Die Wanderung durch den Uttewalder Grund eignet sich auch sehr gut als einzelne Tour oder als Alternative zu unserer Route, denn auch hinter dem Felsentor führt der Weg zum Steinernen Tisch, dem nächsten Orientierungspunkt auf unserer Wanderung zur Bastei. Da der Uttewalder Grund fast ohne Anstiege und die Strecke superleicht ist, ist die Tour auch ideal für Familien mit kleinen Kindern geeignet.

Um die Wanderung zur Bastei fortzusetzen, gehst du die Strecke bis zum Freundschaftsstein zurück und biegst links auf den Weg zur Bastei ab. Hier führt der Wanderweg in der Kernzone des Nationalsparks Sächsische Schweiz durch den Wald stetig leicht bergauf zum Steinernen Tisch, eine beliebte Stelle für ein Picknick.

Zahlreiche Wanderer nutzen die Gelegenheit am Steinernen Tisch, um kurz vor der Bastei noch einmal eine Pause einzulegen. Wer lieber einkehrt, hat wenige Meter weiter die Möglichkeit in zwei Bauden, die nur in den Sommermonaten geöffnet haben, rast einzulegen. Essen und Trinken gibt es ebenfalls im Berghotel Bastei, direkt neben der Basteibrücke.

Vom Steinernen Tisch zur Bastei sind es noch einmal gut 20 Minuten zu Fuß.

Die Bastei in der Sächsischen Schweiz

Die Bastei ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform, welche am rechten Ufer der Elbe zwischen dem Kurort Rathen und Stadt Wehlen liegt. Hier fällt ein schmales Felsriff über 194m steil zur Elbe ab und bietet so eine weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge.

Mit etwa 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr zählt die Bastei zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Sächsische Schweiz, das sind täglich mehr als 4.100 Menschen aus der ganzen Welt. Es gibt in den deutschen Nationalparks keinen anderen Ort mit einer so hohen Besucherdichte.

Auch Julius August Walther von Goethe, Sohn Johann Wolfgang von Goethes, rühmte 1819 die Aussicht über die Bastei:

„Hier wo man von den schroffsten Felsen wänden gerade in die Elbe sieht, wo in der kleinen Entfernung der Lilien-, König- und Pfaffen-Stein mahlerisch gruppirt liegen und überhaupt dem Auge ein ganzes darstellt welches mit Worten nie beschrieben werden kann“

Quelle: Wikipedia zum Eintrag zur Bastei

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Über die Basteibrücke erreichst du die größte Felsenburg der Sächsischen Schweiz, die Felsenburg Neurathen. Die Reste der Burg, aus dem Felsen gehauene Räume, eine Zisterne und zusammengetragene Steinkugeln mittelalterlicher Steinschleudern, kannst du auf einem eigenen kostenpflichtigen Rundgang besichtigen.

Hier endet die Wanderung zur Bastei. Der Rückweg von der Bastei zurück nach Stadt Wehlen führt dich jedoch noch zum Aussichtspunkt Pavillonaussicht in der Nähe der Schwedenlöcher. Von diesem Aussichtspunkt hast du einen grandiosen Blick über die bizarren Felsformationen der Umgebung und kannst weit ins Elbsandsteingebirge schauen.

Wenn du Lust und noch genügend Zeit hast, bietet es sich an, von der Pavillonaussicht noch einen Abstecher durch die Schwedenlöcher zu machen. Hierfür solltest du mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen, auch wenn der beschwerliche Weg durch die klammartige Schlucht bis zum Wasserfall am Amselgrund gerade mal ein Kilometer lang ist.

Die Schwedenlöcher in der Sächsischen Schweiz

Der Wanderweg durch die Schwedenlöcher gehört ebenfalls zu den beliebtesten Wanderwegen in der Sächsische Schweiz. Die Verwaltung des Nationalparks Sächsische Schweiz schätzt, dass in der Hauptsaison bis zu 2.000 Personen pro Tag den Weg zum Amselgrund über die 777 Stufen und mehr als 20 Brücken passieren.

Bei den Schwedenlöchern handelt es sich ursprünglich um eine nicht erschlossene und nur schwer zugängliche Schlucht, die im dreißigjährigen Krieg den Bauern aus der Gegend als Zufluchtsort diente, als im August 1639 das Dorf Rathewalde von schwedischen Soldaten zerstört wurde. Die touristische Erschließung der heutigen Schwedenlöcher erfolgte erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Info: Am Fuße der Schwedenlöcher führt ein gut 2 km langer Wanderweg in die Stadt Rathen, so dass du auch mit der Bahn zurück nach Stadt Wehlen fahren könntest. Auch besteht die Möglichkeit ab Rathen auf einem Wanderweg direkt an der Elbe zurück zum Parkplatz zu laufen – Distanz: zirka 6 km.

Vom Pavillonausblick geht der Rückweg nach Stadt Wehlen wieder vorbei am Steinernen Tisch und dann ein ganzes Stück entlang auf dem Malerweg. Hier ist noch einmal deine Konzentration gefragt, da der Weg etwas holprig wird.

Die letzten hundert Meter der Rundwanderung verlaufen direkt an der Elbe, bis du genau am Parkplatz wieder ankommst.

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